Mindful Beauty

Foto Angela Lamprecht

Natürlich strahlend: Hautpflege ohne Kompromisse für Mensch und Umwelt
Von Bibi Rhomberg

Es gibt zahlreiche Inhaltsstoffe in kosmetischen Produkten für Haut und Haar, die sich nachweislich ungünstig auf Mensch und Umwelt auswirken. Versteckte, ungesunde Inhaltsstoffe gelangen entweder über die Haut in den Organismus oder landen nach dem Abwaschen im Wasserkreislauf, wo Nano-partikel oder flüssiges Silikon nicht herausgefiltert werden können. Angesichts dieser Tatsache streben immer mehr Menschen danach, Kosmetikprodukte zu finden, die ihrem Körper und der Umwelt langfristig keinen Schaden zufügen. Doch auf der Suche nach diesen idealen Produkten kann es leicht passieren, dass man sich im Beauty-Dschungel verirrt. Hier sind ein paar Inhaltsstoffe, die du auf jeden Fall meiden solltest:

Aluminiumsalze (z. B. Alumina, Aluminium Chloride, Aluminium Stearate): Diese werden in Deodorants verwendet, um Schweiß zu reduzieren und unangenehme Gerüche zu bekämpfen. Allerdings stehen sie im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Eine gute Alternative dazu sind aluminiumfreie Deodorants, die auf natürlichen Inhaltsstoffen wie Natron und ätherischen Ölen basieren.

Synthetische Tenside (z. B. Sodium Laureth Sulfate, Ammonium Lauryl Sulfate, Sodium Myreth Sulfate): Sie werden als Reinigungsmittel und Schaumbildner verwendet, um Schmutz und Fett von der Haut zu entfernen. Allerdings können sie die natürliche Lipidschicht der Haut angreifen und sie austrocknen. Es gibt aber viele natürliche Reinigungstenside, die sehr viel schonender reinigen, ohne die Haut zu irritieren.

Benzophenone (z. B. Oxybenzone, 4-Methylbenzylidene Camphor, Benzophenone-1 bis -4:
Als chemische UV-Filter in Sonnencremes dienen sie dem Schutz vor schädlichen UV-Strahlen. Jedoch können sie allergische Reaktionen auslösen und stehen im Verdacht, hormonell wirksam zu sein. Als Ersatz zum chemischen Sonnenschutz bieten sich mineralische UV-Filter wie Zinkoxid und Titandioxid an, die die Haut vor UV-Strahlen schützen, ohne schädliche Nebenwirkungen zu haben.

Mineralöle und Paraffine (z. B. Mineral Oil, Paraffinum Liquidum, Petrolatum): Mineralöle werden aus Erdöl gewonnen und oft als Basis in Cremes oder Lotionen verwendet, da sie kostengünstig sind, eine sehr lange Haltbarkeit haben und generell gut vertragen werden. Sie haben allerdings keinen Mehrwert für die Haut, ganz im Gegenteil bilden sie einen Film, der die Haut abdichtet, die natürliche Hautatmung behindert und die Haut träge werden lässt. Verwende stattdessen Produkte mit natürlichen Ölen, die den Hautlipidmantel unterstützen und nähren, ohne ihn abzudichten.

Parabene (z. B. Propylparaben, Methylparaben, Ethylparaben): Als Konservierungsstoffe sollen sie das Wachstum von Mikroorganismen in Kosmetikprodukten hemmen. Jedoch haben Parabene eine Struktur, die Östrogen ähnelt. Sie greifen in den Hormonhaushalt ein, indem sie dieses weibliche Hormon und dessen Wirkung imitieren. Es gibt auf dem Markt mittlerweile genügend alternative Produkte, die unbedenkliche Konservierungsstoffe enthalten.

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Silikone (z. B. Dimethicone, Trimethicone, Amodimethicone): Silikone sind synthetische Kunststoffe, die eigentlich viele positive Eigenschaften für die konventionelle Kosmetikindustrie haben. Silikonhaltige Produkte fühlen sich geschmeidig an und haben einen weichzeichnenden Effekt auf der Haut. Sie sind allerdings hautfremde Stoffe und haben keine langanhaltende, positive Wirkung auf die Haut. Der größte Nachteil aber ist, dass sie nur schwer abgebaut werden können. Über Kosmetik, Shampoos und andere Produkte wird eine große Menge an Silikonen täglich ins Abwasser und somit in die Umwelt gespült.

Die Liste könnte (leider) noch lange fortgeführt werden. Damit du im Alltag nicht ganz verloren bist, gibt es super Apps, die dir helfen, „schädliche“ Produkte schon im Laden zu erkennen. Du kannst damit einfach in der Drogerie oder im Kosmetikgeschäft mit der Kamera den Barcode des Artikels, bei dem du dir nicht sicher bist, scannen. Gleich darauf erhältst du alle Infos zu den Inhaltsstoffen und dazu, welche davon bedenklich sind oder im grünen Bereich liegen.
Mit jedem Produkt, das wir kaufen, geben wir eine Stimme ab, welches Unternehmen wir unterstützen wollen. Glücklicherweise haben wir auch mehr Auswahl an Firmen, die eine intakte Umwelt und die Gesundheit der Menschen priorisieren. Es lohnt sich also, das nächste Mal genau hinzuschauen. 


Als Clean Beauty Coach legt Bibi Rhomberg den Fokus auf Nachhaltigkeit und kombiniert ihre Leidenschaft für bewusste Schönheitspflege mit Fachwissen als Make-up-Artist und Yogalehrerin. Ihr Konzept „Beauty Inside Out“ stärkt die innere Schönheit und inspiriert zu einem bewussteren Lebensstil.


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