Recycling, Fast Fashion, Bio-Baumwolle
Die Zahlen zu Kunststoff-Recycling, Kleidung und Baumwolle sprechen eine klare Sprache: Es braucht mehr als guten Willen, um echte Kreisläufe in der Wirtschaft zu schaffen.
Recycling
Derzeit stammen über
90 Prozent der weltweit produzierten Polymere aus fossilen Rohstoffen. Die Recyclingquote liegt in Europa bei etwa
18,5 Prozent. In der EU wurden im Jahr 2021 rund
16 Millionen Tonnen Kunststoffverpackungsabfälle gesammelt, aber nur etwa
6,6 Millionen Tonnen recycelt – davon wurden lediglich
1,6 Millionen Tonnen wieder in der Verpackungsproduktion eingesetzt.
Der Bedarf wächst – nicht zuletzt aufgrund der EU-Vorgaben. Nach internationalen Prognosen soll der weltweite Markt für recycelte Kunststoffe von rund
55 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf
107,13 Milliarden US-Dollar im Jahr 2032 steigen – ein jährliches Plus von über 8 Prozent.
Quellen: Altstoff Recycling Austria AG (ARA), Kommunikation Erde & Umwelt, Europäisches Parlament, Fortune Business Insights
Fast Fashion
Weltweit werden etwa
25 Prozent des Bekleidungsmülls verbrannt. Nur
8 Prozent der Altkleider werden wiederverwendet und lediglich
10 Prozent recycelt. Kleidung auf Mülldeponien kann über
200 Jahre benötigen, um zu verrotten.
Der globale Fashion- und Bekleidungsmarkt wird für 2025 auf etwa
1,84 Billionen US-Dollar geschätzt – das entspricht rund
1,6 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts.
Quellen: Statista, Uniform Market
Bio-Baumwolle
Im Erntejahr 2020/21 wurden weltweit rund
342.265 Tonnen Bio-Baumwollfasern geerntet – das entspricht etwa
1,4 Prozent der gesamten Baumwolle von
24,38 Millionen Tonnen.
Die zertifizierten Anbauflächen beliefen sich auf
621.691 Hektar, ergänzt durch weitere
293.204 Hektar Umstellungsflächen, die bereits
180.726 Tonnen sogenannte „In-Conversion-Fasern“ (aus Feldern, die gerade auf Bio-Anbau umgestellt
werden) lieferten.
Bio-Baumwolle macht somit – je nach Jahr und Quelle – nur etwa
1 bis 1,5 Prozent der globalen Baumwollproduktion aus.
Quelle: Textile Exchange






