Sonnenschutz – chemisch oder mineralisch?
Bibi Rhomberg. Foto Angela Lamprecht
Von Bibi Rhomberg
Im legendären „Sunscreen Song“ von Baz Luhrmann wird neben vielen wertvollen Lebensweisheiten ein Tipp besonders hervorgehoben:
„Wenn ich dir nur einen Tipp für die Zukunft geben könnte, dann wäre es: Verwende Sonnenschutz!“
Ein guter Ratschlag, denn obwohl die Sonne uns viele Vorteile bringt – von Energie über Vitamin D bis hin zu guter Laune –, kann sie bei zu viel Strahlung unsere Haut schädigen und die Hautalterung beschleunigen.
Grundsätzlich unterscheidet man bei Sonnenschutzmitteln zwischen mineralischen und chemischen Filtern, die jeweils unterschiedliche Eigenschaften und Auswirkungen auf Haut und Umwelt haben.
Mineralischer Sonnenschutz – Schutz durch Reflexion
Mineralische Filter wie Zinkoxid oder Titandioxid wirken rein physikalisch: Sie legen sich wie ein feiner, unsichtbarer Film auf die Haut und reflektieren die Sonnenstrahlen – ähnlich einem Spiegel. Der Schutz ist sofort nach dem Auftragen wirksam. Besonders Menschen mit sensibler Haut oder Kinder profitieren von der guten Verträglichkeit.
Vorteile:
• Schützt zuverlässig vor UVA- & UVB- Strahlen
• Keine hormonähnliche Wirkung
• Umwelt- und korallenfreundlich
Achte auf mineralische Sonnencremes ohne Nanopartikel, idealerweise mit Naturkosmetik-Zertifikat. Moderne Texturen „weißeln“ kaum noch und fühlen sich angenehm auf der Haut an.
Chemischer Sonnenschutz – Schutz durch Absorption
Chemische Filter dringen in die Haut ein, wo sie UV-Strahlen aufnehmen und in Wärme umwandeln. Die Schutzwirkung setzt nach etwa 20 bis 30 Minuten ein.
Vorteile:
• Oft besonders leichte, schnell einziehende Formulierungen
• Keine sichtbaren Rückstände
• Beliebt bei Sport und Outdoor-Aktivitäten durch hohe Wasserfestigkeit
Allerdings stehen einige chemische UV-Filter wie Oxybenzon oder Octocrylen im Verdacht, hormonell zu wirken, Allergien auszulösen und die Meeresumwelt zu belasten. Studien zeigen, dass diese Stoffe Korallenbleiche fördern, das Wachstum von Algen hemmen und den Meereslebewesen schaden können – jährlich gelangen bis zu 14.000 Tonnen Sonnenschutzmittel in die Ozeane. (Quelle: oceanservice.noaa.gov)
Um problematische Inhaltsstoffe zu vermeiden, helfen dir Apps wie „CodeCheck“ oder „Yuka“ beim bewussten Einkaufen. Du kannst damit einfach den Barcode scannen – und erfährst sofort, ob ein Produkt bedenkliche UV-Filter enthält.
Es gibt mittlerweile ganz viele tolle Sonnenschutzprodukte auf dem Markt, die unsere Haut und Umwelt nicht belasten. Vor allem mit mineralischem Sonnenschutz ohne Nanopartikel kannst du dich ohne Bedenken eincremen. Mit ein bisschen Recherche findest du bestimmt die richtige Textur für dich.
Als Clean Beauty Coach verbindet Bibi Rhomberg nachhaltige Schönheitspflege mit ihrem Know-how als Make-up-Artist und Yogalehrerin. Ihr Konzept „Beauty Inside Out“ stärkt die innere Schönheit und fördert einen achtsamen Lebensstil.





